Darmverschluss / Ileus

Darmverschluss auf einen Röntgenbild.Wenn der Dünn- oder der Dickdarm verschlossen ist, dann spricht man von einem Darmverschluss oder auch Ileus. Nahrungsmittel lassen sich nicht mehr weitertransportieren, sodass schnelles Handeln wichtig ist.

Ein Darmverschluss muss unbedingt ernst genommen werden. Die Ursachen können mechanischer oder funktioneller Natur sein.

Mechanischer Darmverschluss

Ein mechanischer Darmverschluss entsteht durch ein Hindernis, welches die natürliche Darmpassage von innen oder von außen teilweise oder gänzlich verhindert.

Funktionellen Darmverschluss

Beim funktionellen Darmverschluss besteht in der Darmmuskulatur eine Lähmung oder eine Störung.

Aber auch die Kombination aus einem mechanischen und funktionellen Darmverschluss ist möglich. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Die typischen Anzeichen beim mechanischen Ileus können:

  • Erbrechen
  • Gasansammlung im Darm
  • Stuhlverhalt
  • Bauch Probleme – starke Bauchschmerzen

Schnelles Handeln ist Wichtig

Ein Darmverschluss sollte nicht unterschätzt werden, da es sich zu einer lebensbedrohlichen Situation entwickeln kann. Es könnten ganze Darmteile absterben oder auch die Darmwand durchbrechen. Da oft schnell gehandelt werden muss, kann es zu einer Notoperation kommen. Dieses Entscheidet der Behandelnde Arzt mit Ihnen.

In den meisten Fällen reicht jedoch eine nicht-operative Maßnahme aus. Je schneller der Darmverschluss behandelt wird, umso besser ist die Prognose. Mit jeder Stunde steigt das Risiko für einen tödlichen Verlauf des Darmverschlusses um etwa 1 %.

Diagnose Darmverschluss

Die richtige Diagnose ist bei einem Ileus nicht immer einfach zu stellen. Insbesondere bei äteren Menschen und Kindern lässt sich ein Darmverschluss nur schwer erkennen, weil dieser sich hinter einigen untypischen Anzeichen verbergen kann.

Wenn die Symptome nicht ganz eindeutig sind sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Die ersten Schritte zur Diagnose sind die Anamnese und die körperliche Untersuchung. Darüber hinaus spielt das Röntgen eine besonders große Rolle, da eine Röntgenaufnahme des Bauches für mehr Aufschluss sorgen kann.

Somit kann der Ort und die Ursache bestimmt werden oder auch mögliche andere Komplikationen können bemerkt werden.

Beim mechanischen Darmverschluss ist der Abschnitt vor dem Hindernis erweitert und womöglich mit Flüssigkeit oder Gas gefüllt. Der nachfolgende Anteil des Darmes scheint völlig leer zu sein.

Beim funktionellen Darmverschluss ist der ganze Darm mit Flüssigkeit und Gas gefüllt. Das Röntgenbild kann die Höhe des Hindernisses zeigen, wenn Kontrastmittel verwendet wird. Die Ultraschalluntersuchung kann zeigen an welcher Stelle der Darm verschlossen ist.

Behandlung
Ob eine Operation oder welche Behandlung notwendig ist, hängt von der Stelle des Verschlusses ab. Es ist jedoch wichtig, dass nichts mehr gegessen oder getrunken wird, da dies die Situation verschlimmern würde.

In der Regel wird immer eine Magensonde gelegt, egal um welche Ursache es sich handelt. Damit kann der Arzt versuchen den Mageninhalt abzusaugen, sodass der Darm entlastet wird. Eine Infusion wird gelegt um dem Körper wieder Elektrolyte und Flüssigkeit zu zuführen. Darüber hinaus wird es Mittel geben, die die Übelkeit und die Schmerzen stillen.

Sollte ein Lähmung die Ursache sein, dann wird im Normalfall die konservative Therapie ausreichen. Das gilt jedoch nur, wenn der behandelnde Arzt Strangulationsileus ausschließen kann.

Eine Operation wird notwendig, wenn ein Dickdarmverschluss oder Strangulationsileus festgestellt wurde. Ein Strangulationsileus ist ein Notfall, der sofort operiert werden muss.

Verlauf
Bestenfalls wird eine gutartige Ursache bei einem mechanischen Ileus gefunden. Je früher die Behandlung erfolgt, umso positiver wirkt sich dies auf die Diagnose aus. Die Sterblichkeitsrate beträgt 10 bis 25 Prozent, sodass diese Krankheit wirklich ernst genommen werden sollte.

Komplikationen
Es kann zu einem Darmwand durchbrechen kommen wodurch der Darminhalt austreten kann. Darüber hinaus kann sich das Bauchfell entzünden und es könnten Teile des Darms absterben.

In den meisten Fällen besteht erhöhter Druck im Darm. Der Druck kann bis auf das 150-Fache des Normaldrucks ansteigen. Dies wiederum führt dazu, dass dieser nicht mehr richtig durchblutet wird. Die Gefäße sind von innen abgedrückt. Der Druck belastet außerdem von unten das Zwerchfell, sodass sich ein Darmverschluss auch auf die Atmung auswirken kann.

Der Stoffwechsel kann zusätzlich gestört werden, sodass die schlechte Durchblutung des Darmes noch weiter verstärkt wird. Die Behinderung der Atmung kann zu einer Pneumonie führen.
Fazit:
Bei einem Ileus also einem Verschluss sollte die Ursachen schnell geklärt werden und ein Apotheker aufgesucht werden. Anzeigen sind Bauchschmerzen und Erbrechen häufig hat dieses aber auch mit der Falschen Ernährung zu tun.
Eine Operation ist nicht immer notwenidig.

Darmverschluss Symptome

Die Symptome bei einem Ileus sind nicht unbedingt typisch für diese Erkrankung. Plötzlich können Bauchschmerzen, Blähungen oder Stuhlverhalt auftreten. Aber auch Erbrechen kann ein erstes Anzeichen für einen Darmverschluss sein. Es kommt jedoch immer auf die Form und die Ausprägung des Verschlusses an. Normalerweise gibt es vier verschiedene Leitsymptome, an denen man einen Darmverschluss sicher erkennen kann. Je nach Lokalisation und Ursache treten diese jedoch in unterschiedlicher Reihenfolge auf:

  • Erbrechen
  • Stuhl- und/oder Windverhalten
  • Meteorismus (Blähungen)
  • Bauchschmerzen, die nicht unbedingt plötzlich auftreten müssen

Sollte ein mechanischer Ileus bestehen, dann setzen die Bauchschmerzen plötzlich und ohne Vorwarnung ein. Zu Beginn wird man wahrscheinlich erbrechen, jedoch liegt kein Stuhlverhalt vor. Ein mechanischer Darmverschluss kann sich zunächst auch einfach durch eine Überaktivität des Darmes bemerkbar machen. Spritzende Geräusche aus der Gegend des Bauches sind dann zu vernehmen.

Sollten sich Fremdkörper oder Verdickungen in der Darmwand befinden, dann entsteht ein mechanisches Hindernis. Dieses kann sich sowohl im Dick- als auch im Dünndarm befinden. Beim Dünndarm kann das Hindernis wiederum im oberen oder unteren Teil liegen, weshalb hohe und tiefe Darmverschlüsse unterschieden werden müssen.

Wegen der Lage des Verschlusses im Dünn- und Dickdarm, lassen sich unterschiedliche Symptome zuordnen. Beim hohen Dünndarmverschluss wird es zu weniger starken Schmerzen kommen, jedoch kommt es zu massiven Brechattacken. der Stuhlverhalt und die Blähungen entfallen. Sollte ein tiefsitzender Dünndarmverschluss vorliegen, dann treten kolikartige Schmerzen von Anfang an auf. Die Schmerzen sind so stark, dass man nicht mehr weiß, wie man sich hinlegen soll. In kurzen Phasen werden die Schmerzen nachlassen. Später wird es zu Erbrechen kommen. Bei einem tiefsitzenden Dickdarmverschluss sind die Schmerzen von Anfang an krampfartig. Das Erbrechen wird erst sehr spät einsetzen, jedoch kommt es zu Stuhlverhalt und Blähungen.

Darmlähmung – Symptome

Bei der Darmlähmung können die Bauchschmerzen zunächst vollkommen ausbleiben. Die drei übrigen Symptome sind jedoch meistens gegeben. Durch Mitreizung des Zwerchfells kann es zu Schluckauf kommen. Durch das massive Erbrechen wird der Patient sehr viel Flüssigkeit verlieren, sodass Kalium und Natrium verloren gehen. Trockene Haut und eine trockene Zunge könnten die erste Anzeichen sein. Bildet man eine Falte, dann bleibt diese erst einmal bestehen. Es kann infolgedessen zu schweren Störungen des Herz-Kreislauf-Systems kommen, bis schließlich der Schock eintritt. Lebensnotwendige Flüssigkeit geht verloren.

Je nach Ursache kann es auch zu Fieber kommen. Dies hat vorwiegend mit dem Flüssigkeitsmangel, aber auch mit den Entzündungsvorgängen zutun. Darmbakterien, die durch die Darmwand wandern, werden den freien Bauchraum und das Bauchfell infizieren. Durch Fieber werden Krankeitserreger unschädlich gemacht.

Liegt der Darmverschluss also hoch, dann treten zumeist Blähungen auf und der Stuhlgang bleibt aus. Liegt er etwas tiefer, dann erbricht man in der Regel. Das Erbrochene wird mit der Zeit braun und außerdem wird sich ein übel riechender Geruch ausbreiten. In beiden Fällen werden die Bauchschmerzen bestehen bleiben. Es kann zu einem Blähbauch kommen, da Gas und Stuhl nicht weiter befördert werden kann. Der Bauch wird erst dann gespannt und hart, wenn auch das Bauchfell von der Entzündung heimgesucht wird.

Hausmittel gegen den Darmverschluss

Wer oft Probleme mit der Verdauung hat und dazu neigt eine schwere Verstopfung oder einen Darmverschluss zu bekommen, der sollte den Darm mit kleinen Hausmitteln bei seiner Arbeit unterstützen. Manche Hausmittel werden den Darm so gut fördern, dass die Beschwerden wahrscheinlich viel seltener oder gar nicht mehr auftreten werden. Das altbewährte Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden und Darmverschluss ist die Trockenfeige. In vielen Fällen sind die Mittelchen, die es bereits seit Jahrzehnten gibt, besser als Medikamente aus dem Arzneischrank. Trockenfeigen wirken fast wie eine natürliche Darmreinigung. Getrocknete Pflaumen oder Feigen gehören zu den Früchten, die den Darm ankurbeln und dafür sorgen, dass sich Verstopfungen schneller lösen. In diesen Früchten sind sehr viele Ballaststoffe enthalten, die schwer sowie leicht lösliche Stoffe enthalten. Daher bringen sie die wichtige Eigenschaft mit, den Darm auf eine ganz natürliche Art und Weise zu reinigen. Aufgrund der Ballaststoffe sind diese außerdem ein guter Begleiter bei Diäten. Ballaststoffe sorgen insbesondere dafür, dass der Blutzucker ausgeglichen ist. Dies führt wiederum dazu, dass keine Heißhungerattacken mehr auftreten, die durch Unterzuckerung entstehen.

Wichtige Tipps zur Regulierung des Stuhlgangs

Insofern keine organische Erkrankung vorliegt sollten die Essgewohnheiten unbedingt überdenkt und angepasst werden. Ernährung, Flüssigkeit und Bewegung sind die wichtigsten Faktor für einen gesunden Darm. Für das Essen sollte man sich immer genügend Zeit nehmen und lange Kauen. Natürliche und frische Produkte sind besonders wichtig. Obst und Gemüse sollte jeden Tag gegessn werden. Pflanzliche Nahrungsmittel sind immer besser als tierische.

Das sollte auf den Speiseplan:

  • Vollkornbrot
  • Müsli, Haferflocken und Leinsamen
  • Rohes und gekochtes Obst und Gemüse (Achtung: Kohl = Blähungsfördernd)
  • Feigen, Datteln, Aprikosen, Pflaumen
  • Salate mit hochwertigem Öl
  • Kräuter und wenig Salz

Das sollte auf keinen Fall auf den Speiseplan:

  • Weißer Reis
  • Mehlspeisen
  • Hartgekochte Eier
  • Schleimsuppen
  • Fetthaltiges (Käse, Kuchen, Keckse, Schokolade)
  • Kakao, schwarzer Tee, Alkohol
  • Fast Food

Trinken

Vor dem Frühstück sollte ein Glas Obstsaft, Gemüsesaft, Buttermilch, Wasser oder Tee getrunken werden. Insgesamt sollten am Tag mindestens 2 oder 3 Liter Flüssigkeit aufgenommen werden.

Darmtraining

Wer am Morgen Kaffee trinkt, der erhöht seinen Darmentleerungsreiz. Der Darm sollte an bestimmte Zeiten gewöhnt werden, an denen er entleert wird. Der Stuhlgang sollte niemals unterdrückt werden und außerdem sollte man während des Geschäftes nicht hetzen. Bei längerem Nichtgelingen sollte man es lieber später noch einmal versuchen und sich nicht unter Druck setzen. Abführmittel sollten nur in schwerwiegenden Situationen eingenommen werden, da diese schnell abhängig machen.

Weitere Tipps

Wer gerne Tee trinkt, der sollte bestenfalls Fencheltee wählen, da dieser zur Vorbeugung von Darmerkrankungen besonders gut hilft. Neben Feigen können auch Datteln und sonstige Trockenfrüchte besonders gut helfen. Leinsamen, Weizenschot und Weizenkleie könnten mit ein wenig Joghurt vermischt werden. Im Zusammenspiel muss jedoch jede Menge Flüssigkeit aufgenommen werden, da die Quellstoffe ansonsten zusammenkleben und den Darm verschließen können. Der Darm wird sich bei richtiger Einnahme also füllen und auf eine natürliche Weise entleeren.

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