Kehlkopfentzündung

Eine Kehlkopfentzündung wird auch Laryngitis genannt und bezeichnet eine Entzündung der Schleimhaut im Kehlkopfbereich. Die Entzündung ist in diesem Fall entweder chronisch oder akut. Zu den typischen Symptomen zählen Husten und Heiserkeit. Wenn die Kehlkopfschleimhaut stark anschwillt, dann kann es sogar zur Atemnot kommen. Oftmals entwickelt sich eine akute Laryngitis im Verlauf einer entzündlichen Erkrankung des Rachens oder der Nase. Besonders oft kommt diese Krankheit bei Personen vor, die ihre Stimme täglich stark beanspruchen.

Informationen zu einer Kehlkopfentzündung

  • Symptome einer Kehlkopfentzündung
  • Hausmittel gegen eine Kehlkopfentzündung
  • Ansteckung bei einer Kehlkopfentzündung

Der Kehlkopf

Über das sogenannte Zungenbein wird der Kehldeckel besonders gut ersichtlich. Darunter befinden sich der Ring- und Schildknorpel. Dieser ist an allen Lauten beteiligt, die aus unserem Mund kommen. Er sitzt oberhalb der Luftröhre. Unterteilt wird er in drei verschiedene Bereiche: Im oberen Abschnitt liegt der Kehldeckel, der auch als Epiglottis bezeichnet wird. Dies ist ein Knorpel, der den Eingang des Kehlkopfes verschließt, wenn wir schlucken. Auf diese Weise wird verhindert, dass Nahrung in die Luftröhre gerät. Im mittleren Bereich findet man die Stimmlippen an. Das Gerüst bildet der Ring- und der Schildknorpel. Der Schildknorpel ist vielen auch als Adamsapfel bekannt, da dieser bei Männern häufig äußerlich sichtbar ist.

Eine akute Entzündung des Kehlkopfes kann die Folge einer Virusinfektion sein. Normalerweise kann diese Krankheit mit einer Dampfinhalation, schleimlösenden Medikamenten und Stimmschonung behandelt werden. Selten kann jedoch eine begleitende bakterielle Erkrankung auftreten bei dem Fall sollte Spätestens ein Arzt aufgesucht werden.

In der Regel heilt eine „herkömmliche“ Kehlkopfentzündung nach wenigen Tagen ohne Folgen ab. Wenn es zu Schwellung kommt kann es schnell zu beeinträchtigten Luftzufuhr führen. In einem solchen Fall könnte sich eine lebensbedrohliche Situation entwickeln, was jedoch selten der Fall ist. Sollte man jedoch eine erschwerte Atmung bemerken, sollte der Arzt unverzüglich aufgesucht werden.

Ursachen einer Kehlkopfentzündung

Häufig entwickelt sich eine Laryngitis wegen einer Virusinfektion. Von einer chronischen Entzündung wird nur dann gesprochen, wenn die Krankheiten eine längere Zeit anhalten. Mechanische und chemische Reize, wie eine starke Belastung der Stimme durch besonders lautes Reden, Schreien oder Singen, trockene Luft oder auch schädliche Substanzen wie Zigarettenrauch oder Reizgase können für eine akute Kehlkopfentzündung verantwortlich sein was auch die häufigsten Ursachen sind. Sollte die Schleimhaut immer wieder gereizt werden, wie das beim Rauchen der Fall ist, dann wird sich eine chronische Kehlkopfentzündung entwickeln. Typische Auslöser für eine chronische Kehlkopfentzündung sind Industrieabgase und häufige falsche Belastung der Stimme durch Singen oder lautes und langes Reden. Erste Anzeichen sind Heiserkeit diese Ursachen erkennen Sie sofort.

Die Therapie einer Kehlkopfentzündung

Bei einer Kehlkopfentzündung ist die beste Medizin Inhalieren und die Schonung der Stimmbänder. Der Arzt wird Erkrankten in erster Linie eine konsequente Schonung der Stimmbänder, also Redeverbot, verordnen. Es ist wichtig, dass sich der Patient hieran hält, wenn eine schnelle Heilung erwünscht ist. Darüber hinaus werden entzündungshemmende und schleimlösende Medikamente verschrieben. Diese sollten die Beschwerden in der Regel schnell lindern. Darüber hinaus sollen Erkrankte niemals Rauchen oder zu trockene warme Luft einatmen. Zu geheizte oder zu klimatisierte Räume sind daher besonders schlecht bei einer Kehlkopfentzündung. Sollte eine bakterielle Begleiterkrankung bestehen, dann sollte der Arzt ein Antibiotikum verordnen.

Sollte durch die Kehlkopfentzündung akute Atemnot auftreten, dann sollte ein Krankenhaus aufgesucht werden. Medikamente die Ihnen der Arzt verschreibt werden für eine Verbesserung der Situation sorgen. Sollte die Schleimhautschwellung erhebliche Atemnot verursachen, dann muss intubiert werden. Hierzu wird ein Schlauch in die Luftröhre eingeführt. Somit kann dann wieder Luft in die Lunge geraten.

Bei einer chronischen Entzündung des Kehlkopfes muss zunächst festgestellt werden wo die Ursache liegt. Danach muss man zusammen bestimmen, wie diese Reize bestenfalls vermieden werden können. Oft hilft bereits Stimmtraining, um die Stimmlippen zu entlasten und die Stimme korrekt einzusetzen. In anderen Fällen könnte es aber auch sein, dass das Rauchen aufgegeben werden muss. Wenn die chronische Kehlkopfentzündung durch einen Säurerückfluss aus dem Magen bedingt ist, dann muss dies behandelt werden. Das Gleiche gilt bei chronischen Infekten der Atemwege, die sich auch in der Kehlkopfschleimhaut festsetzen kann.

Krankheiten die mit dem Hals zutun haben haben meistens ihre Ursache vom Husten, Heiserkeit oder einer Laryngitis. Um Ihren Hals zu schonen achten Sie auf die richtige Ernährung.

Symptome für eine Kehlkopfentzündung

Akute Symptome für Kehlkopfentzündung können Husten und Heiserkeit sein. Manche Erkrankte verspüren ein wundes oder kratzendes Gefühl im Hals. Wenn die Kehlkopfschleimhaut extrem anschwillt, dann kann Atemnot auftreten. Wenn es zur Luftnot kommt, muss der Notarzt alarmiert werden.

Neben der akuten Entzündung des Kehlkopfes gibt es auch weitere Sonderformen, die unter Umständen gefährlich sein können. Hier gilt die bakterielle Entzündung des Kehldeckels als besonders gefährlich. Eine weitere Art ist die subglottische Kehlkopfentzündung, die vermehrt bei Kindern auftritt.

Erstere entwickelt sich sehr schnell. Der Betroffene wird von hohem Fieber geplagt. In seltenen Fällen tritt Atemnot aus. Erkrankte reden oftmals, als hätten sie einen Kloß im Hals und klagen beim Reden und Schlucken über starke Schmerzen. Wenn selbst Schlucken große Mühe bereitet, dann kann es dazu kommen, dass die Spucke teilweise aus dem Mund läuft. Wenn die Entzündung immer weiter fortschreitet, dann kann der Kehlkopfeingang komplett zuschwellen. Diese Form der Kehlkopfentzündung ist üblicherweise bakteriell bedingt. Bei solchen Symptomen muss also unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Die subglottische Kehlkopfentzündung kommt vorwiegend bei Kindern und Säuglingen vor. Die Entzündung wird sich vor allem durch krampfartigen und bellenden Husten bemerkbar machen. Oft tritt der Husten verstärkt in der Nacht auf. Auch Atemnot kann mit dieser Erkrankung einhergehen. Es muss sofort ein Arzt aufgesucht werden, weil Erstickungsgefahr besteht.

Bei der chronischen Kehlkopfentzündung wird der Betroffene Heiserkeit, Räusperzwang, Reizhusten und einer verminderte Belastbarkeit der Stimme verspüren. Die Tonlage der Stimme könnte etwas dunkler sein, als gewohnt. Darüber hinaus sind die Stimmlippen stellenweise verändert. Wenn man die Stimmlippen falsch belastet, dann können sich Sängerknötchen entwickeln. Diese werden durch knotige Verdickungen in der Mitte der Stimmlippe sichtbar. Es können auch bei der chronischen Kehlkopfentzündung Sonderformen auftreten. Der chronische Schwellungszustand der Stimmlippen zählt beispielsweise hierzu. Aber auch durch den sauren Rückfluss aus dem Magen in die Speiseröhre oder durch Rauchen kann es zu einer chronischen Kehlkopfentzündung kommen.

Das Reinke-Ödem ist eine Ansammlung von Flüssigkeit in den Stimmlippen. Vor allem bei Rauchern und Menschen mit dauerhafter Stimmbelastung tritt dieses auf. Die Erkrankten sind heiser und müssen sich sehr oft räuspern. Die Stimme ist nur sehr wenig belastbar. Darüber hinaus ist sie meistens tiefer und rauer als bislang.

Die Reflux-bedingte Kehlkopfentzündung entsteht durch den Rückfluss des sauren Mageninhaltes in die Speiseröhre und in den Rachen. Die Magensäure greift die Schleimhaut an, sodass es zu einer dauerhaften Reizung kommt. Betroffene könnten denken, dass sich ein Fremdkörper im Hals befindet.

Ansteckungsgefahr bei einer Kehlkopfentzündung

Bei der Kehlkopfentzündung schwellen die Stimmbänder durch die entzündete Schleimhaut im Kehlkopf an. Es kann zu Schmerzen im Rachen- und Kehlkopfbereich und zu Fieber kommen. Nicht selten fragen sich Menschen, ob eine Kehlkopfentzündung ansteckend ist oder nicht. In der Regel besteht eine Gefahr der Ansteckung nur dann, wenn diese durch Viren verursacht wurde. Es hängt also alleinig davon ab, um welche Viren es sich handelt. Daher kann nicht eindeutig gesagt werden, dass jede Kehlkopfentzündung ansteckend ist. Oftmals sind Grippeviren für eine Kehlkopfentzündung verantwortlich und diese sind ja bekanntlich sehr ansteckend. Diese können sich im Hals- und Rachenbereich ausbreiten.

Wenn die Kehlkopfentzündung durch Einwirkung von chemischen Substanzen oder durch die Überanstrengung entstand, dann ist diese absolut nicht ansteckend. Sie ist ganz klar nur dann ansteckend, wenn es sich um eine Infektion durch Viren handelt. Es kommt also immer ganz auf die Ursache der Erkrankung an. Da sich die ansteckenden Viren und Bakterien quasi überall befinden können, hängt die Infektion vor allem vom eigenen Immunsystem ab. Jedes Immunsystem ist unterschiedlich gestärkt, sodass man nie genau sagen kann, wann sich ein Mensch bei wem ansteckt. Es könnte auch beispielsweise sein, dass der Partner eine schlimme Grippe hat und man selbst gesund bleibt, obwohl man den ganzen Tag mit ihm zu tun hat und sicherlich ein Virenaustausch stattfindet.

Wenn die Kehlkopfentzündung durch zu kalte oder zu warme trockene Luft entstanden ist, dann besteht ebenfalls keine Ansteckungsgefahr. Starker Alkohol- oder Zigarettengenuss können ebenfalls Auslöser einer Kehlkopfentzündung sein. Auch hier kann diese nicht ansteckend sein.

Durch eine Untersuchung von einem Arzt kann festgestellt werden, ob die Kehlkopfentzündung ansteckend ist oder nicht. Bei Fieber, starken Schluckbeschwerden und Atembeschwerden sollte dieser ohnehin aufgesucht werden.

Hausmittel gegen eine Kehlkopfentzündung

Wer bei einer Entzündung des Kehlkopfes nicht direkt den Arzt aufsuchen möchte, der könnte auch Hausmittelchen einsetzen, die häufig zur Linderung der Beschwerden verhelfen. Von diesen Hausmitteln gibt es nämlich eine ganze Reihe und eine Vielzahl erwiesen sich bereits als sehr sinnvoll. Es gibt sehr verschiedene Hausmittel bei einer Entzündung des Kehlkopfes. Alle können zu einer Linderung oder Heilung führen.

Insbesondere hat sich die Inhalation von Wasserdampf, der mit Eukalyptusöl oder Pfefferminzöl versetzt ist, als sinnvoll erwiesen. Aber auch Kamille im Wasser wird besonders gut tun. Darüber hinaus könnte Salbeitee oder eine Lösung aus Meersalz gegurkelt werden. All diese Dinge werden dem Kehlkopf auf jeden Fall gut tun und der Entzündung entgegen wirken.

Oftmals wird auch gesagt, dass sich eine Kehlkopfentzündung durch heiße Kartoffeln verbessert. Mit den Kartoffeln muss ein Halsumschlag gemacht werden. Diese können helfen die Schmerzen zu lindern. Der Effekt, dass der Rachenraum durch die Schluckbewegung befeuchtet wird, führt bereits zu einer Linderung der Schmerzen. Dies wird man vor allem morgens nach dem Aufstehen bemerken. Dann wird der Hals besonders weh tun und im Laufe des Tages werden die Beschwerden ein wenig besser.

Natürlich wird ein Hausmittel nicht immer jeden Geschmack treffen, jedoch ist die Wirkung erstaunlich. Es kann heiße Milch mit Emser Salz getrunken werden. Diese Kombination wirkt vor allem gegen Heiserkeit. Diese tritt bei fast allen Kehlkopfentzündungen auf.

Viele andere schwören aber auch auf eine verdünnte Tinktur aus Propolis. In der Naturheilkunde gibt es sehr viele heilende Kräuter, die als Heilmittel bei einer Entzündung des Kehlkopfes sorgen sollen. Vor allem finden die Heilpflanzen in Tees, Umschlägen, Tinkturen und Halswickel ihre Anwendung.

Die Symptome und die Entzündung bei einer Kehlkopfentzündung können von sehr kurzer Dauer sein. Dann ist es sehr sinnvoll, wenn man solche Hausmittel anwendet. Die Beschwerden können dann bereits nach wenigen Stunden wieder weg sein. Sollten die Beschwerden aber länger anhalten und die Hausmittel nicht wirken, dann muss ein Arzt aufgesucht werden. Die Entzündung könnte ansonsten chronisch werden.

Bitte wenden Sie alle Hausmittel nur mit bedacht an und sehen sie diese niemals als eine Ersetzung des Arztbesuches. Auch ihr Apotheker kann Ihnen meistens schon eine erste Diagnose stellen.

Eingesendete Erfahrungen

Ich leide bereits mein ganzes Leben unter Kehlkopfentzündungen. Immer wieder treten sie auf, meistens 2 Mal in den Wintermonaten. Bei mir liegt das wahrscheinlich an der trockenen Heizungsluft, die vertage ich nicht so gut. Aus diesem Grund heize ich mein Schlafzimmer beispielsweise kaum noch. Dann lieber unter einer dicken Decke einkuscheln. Seitdem ich auf die Heizung im Schlafzimmer verzichte, habe ich auch viel seltener Probleme mit dem Kehlkopf. Wenn ich eine Kehlkopfentzündung hatte, dann meistens nur 1-2 Tage. Ich kann die Inhalation mit Kamille empfehlen. Hilft direkt gegen die Schmerzen.


Vielen Dank für deine Erfahrung Uwe.

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