Nagelbettentzündung

Sowohl die Finger– als auch die Fußnägel können sich entzünden das nennt man dann eine Nagelbettentzündung. Ausgelöst wird dies meist dadurch, dass Keime oder Bakterien das Gewebe unter dem Nagel erreichen.

Dies passiert durch kleinere Verletzungen an der Nagelhaut oder durch Unachtsamkeit beim Nagel kürzen, wo schnell einmal kleine Risse entstehen können.

Auch bei eingewachsenen Nägeln besteht die Gefahr, dass Keime, Bakterien oder gar Pilze (Nagelpilz) sich einschleichen. Aber auch der häufige Kontakt mit scharfen Reinigungsmitteln und der damit verbundenen oft sehr trockenen Haut kann Nährboden für Vieren sein, die sich dann unter dem Nagelbett festsetzen.

Menschen mit Neurodermitis sind für eine Nagelbettentzündung ebenso verstärkt betroffen wie auch Diabetiker oder Menschen, die beispielsweise aufgrund einer Krebserkrankung ein geschwächtes Immunsystem haben.
Hier sehen Sie den Aufbau vom Finger und wo das Entzündete Nagelbett ist.

Habe ich eine Nagelbettentzündung?

Eine Entzündung des Nagelbettes macht sich meist durch Schwellungen bemerkbar, die sehr druckempfindlich sind. Oftmals fühlen sich die betroffenen Stellen auch sehr warm an und machen durch klopfende Schmerzen auf sich aufmerksam.

Je nach Fortschreiten der Nagelbettentzündung können sich an den seitlichen Nagelrändern Eiterherde bilden, die ebenfalls höchst druckempfindlich sind. Spätestens jetzt sollte man auf jeden Fall einen Arzt hinzu ziehen, der sich mit Hauterkrankungen gut auskennt. Denn im schlimmsten Fall können weitere Teile von Finger oder Zeh durch die Entzündung bis tief in den Knochenbereich geschädigt werden. Die Entzündung kann sich massiv und schnell ausbreiten und auch die Sehnen erfassen. Der Arzt wird vermutlich anhand der beschriebenen Schmerzen schon eine erste Diagnose stellen können.

Wie weiß der Arzt genau, ob eine Entzündung vorliegt und was tut man dagegen?

Zuerst einmal wird der behandelnde Arzt sich den entzündeten Nagel und die Vermutlich Nagelbettentzündung genau ansehen. Ist bereits ein Eiterherd auszumachen, steht die Diagnose wohl schnell fest und eine Gewebeprobe ist vielleicht gar nicht mehr notwendig. Um sicher zu gehen, wird man trotzdem einen Abstrich von der entzündeten Stelle nehmen, sodass dieser im Labor genau untersucht werden und aufgrund des Ergebnisses dann die entsprechende Behandlung eingeleitet werden kann.

Für die Behandlung stehen dann verschiedene Medikamente zur Verfügung. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Nagelbettentzündung in den Griff zu bekommen. In den meisten Fällen wird eine Behandlung mit einer Salbe von Erfolg gekrönt sein. Manchmal müssen zusätzlich Tabletten eingenommen werden. Die Behandlung sollte man konsequent zu Ende führen, um ein erneutes Ausbrechen der Entzündung bereits im Keime zu ersticken.

In jedem Fall ist von Selbstversuchen abzuraten, da diese die Erkrankung im schlimmsten Fall noch verstärken und eine Genesung massiv verzögern können.

Eiter (sieht aus wie Wasser) am Nagel kann sehr schmerzhaft sein und sollte im sinne der Gesundheit von einem Arzt behandelt werden um eine chronische Nagelbettentzündung zuvermeiden.

Nagelbettentzündung Behandlung

Wenn man sich eine Nagelbettentzündung zugezogen hat oder auch eine , ist schnelles Handeln notwendig. Durch kleine Einrisse oder Verletzungen sind vermutlich Keime oder Bakterien in das Gewebe unter dem Fuß- oder Fingernagel gelangt und verursachen dort eine schmerzhafte Entzündung. Dies macht sich durch Rötung und Schwellung bemerkbar.

Im Anfangsstadium der Entzündung werden oft erst einmal verschiedene Hausmittel oder Salben ausprobieren. Zunächst sind warme Hand- oder Fußbäder anzuraten. Diese sorgen für ein Ablösen der Hornschicht und auch für den Ablauf des möglicherweise bereits vorhandenen Eiters. Unterstützend wirken hier diverse entzündungshemmende Badezusätze wie z. B. Kamille. Anschließend sollte man sowohl die entzündete Stelle als auch die Haut großflächig darum gut trocken tupfen. Unterstützend hilft eine entzündungshemmende Salbe, die man nach dem Bad aufträgt.

Zeigt sich über mehrere Tage keine Besserung, sollte man auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen. Dieser wird zunächst feststellen, was der Auslöser für die Entzündung war. Je nachdem, ob es sich hierbei um Pilze, Viren oder Bakterien handelt, wird der Arzt sich für das jeweils richtige Medikament entscheiden.

Welche medikamentöse Behandlung ist möglich?

Zunächst wird der Arzt eine Salbe verordnen, um die Entzündung zu hemmen. Sollten Fieber oder geschwollene Lymphknoten dazu kommen, kommt zusätzlich Antibiotika ins Spiel. Möglicherweise hat sich bereits ein größerer Eiterherd gebildet, der unter örtlicher Betäubung vom Arzt eröffnet werden muss, damit der Eiter abfließen kann. Anschließend wird der Finger oder Zeh mit einem entzündungshemmender Salbenverband versorgt. Möglicherweise muss auch der Nagel entfernt werden, um die Entzündung besser behandeln zu können.

Ein gesunder Nagel wächst in der Regel in wenigen Monaten nach. Während der Behandlung kann es notwendig werden, den Finger oder Zeh ruhig zu stellen, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden.

Von Selbstversuchen ist in jedem Falle abzuraten, da hier die Gefahr einer massiven Verschlechterung besteht und die gesundheitlichen Folgen nicht abzusehen sind.

Hausmittel gegen Nagelbettentzündungen

Wenn man Schmerzen an den Finger- oder Fußnägeln verspürt, sollte man sich zunächst die betroffenen Stellen genauer ansehen. Stellt man dabei Rötungen der Nagelhaut fest oder ist der entsprechende Bereich massiv druckempfindlich, sollte man nicht lange warten, sondern sofort etwas dagegen tun.

Als erstes kann man Finger oder Zehe in warmem Wasser baden, dem zuvor beispielsweise Kamille oder Rosmarin zugesetzt wurde. Dies soll entzündungshemmend wirken und zugleich die Hornhaut lösen. Auch ein heißes Bad in Kernseifenflocken soll wahre Wunder bewirken. Hierbei löst man die Kernseifenflocken in handwarmem Wasser auf und badet darin mehrmals täglich den entzündeten Nagel.

Verschiedenes ausprobieren und testen, was hilft

Immer wieder werden verschiedene Hausmittel bei Nagelbettentzündungen diskutiert. Manches davon basiert auf Aberglauben und Erzählungen von früher, vieles jedoch hat in der Vergangenheit schon funktioniert. Am Besten probiert man einiges aus, um selbst zu testen, was wirklich hilfreich ist.

Neben heißen Bädern mit Kamille und Kernseife sollen auch Bäder helfen, denen Teebaumöl zugesetzt wurde. Auch Salzwasser könnte helfen, da durch das Salz die Haut und der Eiterherd austrocknen sollen. Manche schwören auf eine Mischung aus Honig und Meerrettich, wobei man neun Teile Honig und einen Teil frisch geriebenen Meerrettich verwenden sollte. Diese Paste wird mehrmals täglich auf die betroffene Stelle aufgetragen und mit einer Kompresse abgedeckt, sodass dies richtig in die Entzündung einwirken kann. Auch Heilerde, die aufgetragen wurde und eine Weile einwirken konnte, hat wohl schon positive Effekte erzielt. Wichtig ist hierbei, nicht die Geduld zu verlieren, jedoch negative Veränderungen zu bemerken, sodass man dann notfalls schnell einen Arzt aufsuchen kann.

Ist die Entzündung nämlich bereits so weit fortgeschritten, dass schon Eiter abläuft, hilft vermutlich nur noch ein Salbenverband und ggf. Antibiotika. Hier sollte man sich vertrauensvoll in die Hände des Mediziners begeben, um eine Ausbreitung der Entzündung bereits im Anfangsstadium zu verhindern.

Nagelbettentzündung am Zeh – eine schmerzhafte Angelegenheit

Eine Nagelbettentzündung am Zeh entsteht meistens aus einer harmlosen kleinen Verletzung heraus. Durch einen Riss in Haut oder Nagel können unliebsame Bakterien oder Pilzsporen eindringen, die sich dann im Gewebe des Nagelbettes festsetzen. Dies macht sich oftmals mit Rötungen, Schwellungen oder Druckschmerz-Empfindlichkeit bemerkbar. Zu diesem Zeitpunkt sollte man direkt handeln und etwas gegen die Entzündung unternehmen. Um den Schmerz zu lindern, kann man die schmerzende Stelle mit einem Eisbeutel kühlen. Auch ein warmes Bad mit entzündungshemmenden Zusätzen wie beispielsweise Kamille kann wahre Wunder bewirken.

Was, wenn gar nichts mehr geht?

Wenn gar nichts mehr geht, der Schmerz zunimmt und die Entzündung am Zeh sich weiter ausbreitet, sollte man den Gang zum Arzt nicht scheuen. Auch wenn Eiter austritt, darf nicht länger abgewartet werden. Der Arzt den Eiter entfernen oder entzündungshemmende Salben oder Medikamente verordnen. Wenn all dies nicht hilft, weil die Nagelbettentzündung schon viel zu weit fortgeschritten ist, kann im schlimmsten Fall eine Entfernung des Zehennagels notwendig werden. Dies sollte nicht weiter beunruhigen, da ein neuer Zehennagel innerhalb weniger Monate vollständig nachwächst. In jedem Fall sollte man weiteren Druck durch zu enges Schuhwerk vermeiden und den Zeh schonen, sodass er in Ruhe heilen kann.

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